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Inklusion

Die Idee

Inklusion wird an der EFG als ein umfassendes Konzept des menschlichen Zusammenlebens verstanden – also der Ausrichtung der Schule auf die unterschiedlichen Voraussetzungen von Kindern und Jugendlichen. Das Ziel aller Maßnahmen ist, die gemeinsame Bildung und Erziehung für unsere Schülerinnen und Schüler zu verwirklichen und die erreichten Standards unserer pädagogischen Bildung-, Beratungs- und Unterstützungsangebote im Interesse der Kinder und Jugendlichen abzusichern und weiter zu entwickeln.

Die EFG weist zurzeit eine integrative Lerngruppe in Klasse 10 im auslaufenden Modell (letzter Jahrgang), vier Inklusionsjahrgänge und das Lernzentrum auf.

Die integrative Lerngruppe

In der integrativen Lerngruppe gibt es acht Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in einer Klassengemeinschaft mit insgesamt 25 Schülerinnen und Schülern. Um den verschiedenen Anforderungen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden, wird die Klasse von einem Regelpädagogen und einer Sonderpädagogin betreut. Da die Inklusion an der Erich-Fried-Gesamtschule als grundlegendes Prinzip verstanden wird, wird die integrative Lerngruppe nicht weiter aufrechterhalten.

Die Inklusion

Unterricht in einer Inklusionsklasse bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen. Die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden nach pädagogischen Gesichtspunkten auf die sechs Klassen einer Jahrgangsstufe verteilt. Zurzeit befinden sich 49 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Jahrgängen fünf bis acht. Um ihren unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, nutzen die Regellehrkräfte offene Unterrichtsformen, vielfältiges Material und eine Bandbreite an Medien für individuelle Lernzugänge und Bearbeitungsmöglichkeiten. Die ausgewählten Lehrwerke der unterschiedlichen Fächer sind zum Teil auf die besonderen Bedürfnisse der Inklusion abgestimmt, so dass die Regellehrkräfte umfänglich und in Absprache mit den Sonderpädagogen Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler vorbereiten und

durchführen können. Zusammen mit den Fachlehrern führen die Lehrerinnen und Lehrer für Sonderpädagogik stundenweise Teamteaching durch und es finden regelmäßige Unterrichtshospitationen statt. Die Fachlehrerinnen und -lehrer erhalten zusätzliche Unterstützung durch Inklusionsassistentinnen und -assistenten. Die Aufgaben der Inklusionshelfer sind Begleitung bei Orts- und Raumwechsel, sehr enge Begleitung im Unterricht, um Aufgaben bearbeiten zu können, Hilfestellung bei schriftlichen Aufgaben und psychoemotionale Unterstützung in kritischen Situationen.

Der Unterricht im Klassenverband wird ergänzt durch die sonderpädagogische Förderung im Lernzentrum.

Das Lernzentrum

Das Kernstück der sonderpädagogischen Arbeit an der EFG bildet das Lernzentrum. Dieses steht allen Schülerinnen und Schülern der Schüle zur Verfügung. Das Lernzentrum weist 32 Arbeitsplätze, 12 Computerplätze, eine Entspannungsecke, umfangreiches Lehr- und Lernmaterial in unterschiedlichen Differenzierungsstufen, verschiedene Testverfahren sowie eine kontinuierliche Besetzung von ein bis drei Sonderpädagoginnen und – pädagogen (s. Raumbelegung) auf. Schwerpunktmäßig findet im Lernzentrum individu- alisierte Einzel- und Kleingruppenförderung statt. Zusätzlich ist es ein Ort für Diagnostik, Beratung, intensivpädagogische Maßnahmen oder für selbständiges Arbeiten.

Rund um das Lernzentrum

Das Lernzentrum öffnet Räume für Diagnose und Beratung, fachlichen Austausch, individuelle sonderpädagogische Unterstützung, Auszeiten, Krisenintervention und die Bereitstellung von differenziertem Arbeitsmaterial. Im Lernzentrum begegnen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und -pädagogen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Inklusionsassisteninnen und -assistenten, Erziehungsberechtigte, u.v.a.

Sonderpädagogische Unterstützung

Das Lernzentrum bietet die Möglichkeit, Unterrichtsstunden in Kleingruppenarbeit mit zusätzlicher individueller Unterstützung und individualisiertem Unterrichtsmaterial durchzuführen. Es stellt einen Andockplatz für von Schulverweigerung bedrohte Schülerinnen und Schülern dar. Hier entwickelt und überprüft das Lernzentrumsteam Verstärkerpläne. Es werden in Absprache mit der zuständigen Klassenleitung und

Abteilungsleitung individuelle Stundenpläne entwickelt und begleitet. Im Lernzentrum wird das Schreiben von Klassenarbeiten „im geschützten Raum“ möglich.

Diagnose und Beratung im Lernzentrum

Das Lernzentrumsteam unterstützt bei Anträgen auf die Eröffnung von Verfahren gemäß AO-SF. Sonderpädagogen führen Verfahren gemäß AO-SF durch. Das Lernzentrum bietet die Testung und Laufbahnberatung für Schülerinnen und Schüler und Erziehungsberechtigte in Kooperation mit den zuständigen Klassenlehrerinnen und - lehrern.

Krisenintervention und Timeout-Raum

Das Lernzentrum unterstützt in Fällen von Krisen unterschiedlicher Ursache zeitnah und direkt und fungiert als Timeout-Raum. Befinden sich Schülerinnen und Schüler in emotional instabiler Verfassung können sie das Lernzentrum als Rückzugsort wählen. Hier übernimmt das Lernzentrumsteam und klärt, deeskaliert, berät und schaltet ggf. weitere Netzwerkpartner (Familienhelfer, Jugendamt, etc.) ein. Erforderliche Maßnahmen werden mit dem zuständigen Klassenlehrerteam evaluiert, die Abteilungsleitung wird informiert.

Inklusion Konzept