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Erasmus

Water can make a difference – we can make a difference – unser aktuelles Erasmus+-Projekt 2020-2023 im 7. Jahrgang

Auch für unser aktuelles internationales Erasmus+-Projekt haben wir uns wieder ein spannendes und zugleich sehr aktuelles Thema einfallen lassen – diesmal geht es ums Wasser.

Wir arbeiten in diesem Projekt mit Partnerschulen aus Italien, Spanien und der Slowakei zusammen. In all diesen Ländern sowie bei uns hat der Klimawandel in den letzten Jahren insbesondere bei jungen Menschen für viel Beachtung gesorgt und große Besorgnis ausgelöst, was u. a. zu Aktionen wie „Fridays for Future“ geführt hat.

In allen beteiligten Ländern können wir unsere Augen nicht mehr vor den Folgen des Klimawandels verschließen, denn Wetterextreme und damit verbundene Wasserprobleme – z. B. Überflutungen und Starkregenfälle einerseits sowie Phasen extremer Trockenheit und damit verbundener Wassermangel andererseits – beeinträchtigen uns alle jetzt schon auf die ein oder andere Art und Weise.

Daher ist es ein Hauptziel unseres Projekts “Water can make a difference – we can make a difference“, bei unseren SchülerInnen das Bewusstsein für diese Umweltproblematik zu schärfen und die junge Generation dazu zu animieren, sich aktiv an der Bekämpfung des Klimawandels zu beteiligen.

Dies geschieht im Laufe des Projekts anhand diverser Aktivitäten und soll am Ende u. a. darauf hinauslaufen, dass die SchülerInnen etwa nachhaltige Zukunftsvisionen von Städten entwerfen und (Online-)Unterrichtsstunden für andere SchülerInnen entwickeln sowie auch durchführen.

Abgesehen vom Umweltaspekt bietet das Projekt zudem die Möglichkeit, in der Arbeitssprache Englisch in internationalen Schülergruppen zu arbeiten und dabei automatisch die Englischkenntnisse zu verbessern. Zudem beinhaltet das Projekt auch einen Schüleraustausch, in dessen Rahmen die beteiligten SchülerInnen eine Woche lang in Begleitung ihrer Lehrer in Italien, Spanien oder der Slowakei in der Familie eines Partners sowie an der dortigen Schule zu Gast sind und somit dort in die Kultur eintauchen sowie neue Freundschaften schließen können. Umgekehrt sind unsere SchülerInnen aber selbstverständlich auch Gastgeber für ihren Partner/ihre Partnerin und beherbergen diese(n) ebenfalls für eine Woche hier im Bergischen. Zu dem gemeinsamen Programm gehören natürlich auch Sportaktionen sowie Ausflüge bzw. Exkursionen.

Leider hat uns Corona im vergangenen Schuljahr – also im ersten Projektjahr - einen großen Strich durch die Rechnung gemacht. Aufgrund der Pandemie konnten wir unglücklicherweise weder die ursprünglich geplanten Aktivitäten noch die Austauschfahrten durchführen. Das hat natürlich sowohl bei den teilnehmenden SchülerInnen als auch bei den das Projekt leitenden KollegInnen zu großen Enttäuschungen geführt.

Umso mehr hat uns gefreut, dass trotz der widrigen Umstände noch 10 SchülerInnnen der EFG bis zum Ende des ersten Projektjahres durchgehalten und in der Erasmus+-AG sowie eigenständig am Projekt gearbeitet und sich mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt haben. Wenn auch kein persönlicher Austausch möglich war, so hatten die SchülerInnen zumindest online Gelegenheit, ihre internationalen Partner kennenzulernen und ein wenig mit ihnen zusammenzuarbeiten. Einen kleinen Eindruck davon ermöglichen einige hier zu sehende Projektresultate.

Nun hoffen wir ganz stark, dass sich die Pandemielage im neuen Schuljahr2021/2022 positiv entwickelt, so dass die ursprünglich geplanten Aktivitäten in den beiden kommenden Jahren durchgeführt werden können. Denn die Dauer des von der EU finanziell geförderten Projekts konnte glücklicherweise von zwei auf drei Jahre verlängert werden.

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Drop Everything and Read

Unsere Partnerschaft besteht aus 4 weiterführenden Schulen aus Spanien, Italien, den Niederlanden und Deutschland. In allen Ländern haben wir festgestellt, dass viele unserer Schüler kein großes Interesse mehr am Lesen von Romanen zeigen. Studien wie dem International-Elementary School-Reading-Test (Iglu) von 2017 oder der JIM-Studie 2016 zufolge ist dies ein häufiges europäisches Problem bei Schülern, insbesondere zwischen 12 und 15 Jahren. Wir betrachteten es als ein notwendiges Ziel der Schulen, diesen Trend nun zu stoppen, um die Schüler auf das Leben und die Arbeitswelt vorzubereiten, indem Sie neue Ansätze für die Literatur entwickeln, um ihre Lese- und Schreibfähigkeiten zu stärken. Die Entwicklung ihrer Lesefähigkeiten trägt nicht nur zu einer erfolgreicheren Karriere in der Schule bei, sondern bietet ihnen auch neue Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Daher war das Hauptziel unseres Projekts DEAR (Drop Everything And Read), jugendliche Schüler zum Lesen zu motivieren und ihre Leseerfahrung mit anderen zu teilen.

Im Projekt probierten die Studenten innovative Ansätze zur Jugendliteratur aus und lernten die verschiedenen europäischen Kulturen kennen, denn wir wählten Romane aus, die von Autoren aus den teilnehmenden Ländern geschrieben wurden. Ein innovativer, kreativer Ansatz war der Bau eines „Story Train“, der das Endprodukt ist und auf der Idee von Astrid Lindgren basiert. Die Schüler erstellten einzelne Abteile des 'Story Train', z.B. eine Darstellung einer bestimmten Szene oder Figur aus ihrem Roman. So geben sie einen kurzen Einblick in den Roman, der andere Schüler zum Lesen inspirieren soll. Sie arbeiteten in internationalen Teams und diskutierten und arbeiteten an Romanen. Sie erlangten mehr soziale Kompetenzen, Unabhängigkeit von Denken und Handeln und entwickelten einen kritischen Geist. Der Umgang mit Literatur durch Kopf, Herz und Hand vertiefte auch das Verständnis und das Einfühlungsvermögen der Schüler für fiktive Figuren. Dies trug auch dazu bei, ihnen eine Anleitung für ihr eigenes Leben zu geben. Sie verbesserten aber auch Schlüsselkompetenzen wie ihre Präsentationsfähigkeiten, ihren Wortschatz sowie ihre schriftlichen und mündlichen Fähigkeiten in Englisch. In jedem Land nahmen 20 bis 26 Schülerinnen und Schüler (13 bis 15 Jahre) pro Projektjahr teil und profitierten von neuen Anreizen für die Literatur. Während der zwei Projektjahre arbeiteten verschiedene Schüler und Lehrer in internationalen Gruppen am „Story Train“.

Während des Schüleraustauschs sollten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, bei einer Gastfamilie in einem fremden europäischen Land zu wohnen und deren Kultur kennenzulernen. Leider hat Corona im zweiten Projektjahr unsere Pläne gestört, so dass Reisen ins Ausland nicht möglich waren. Zur Vorbereitung der Austauschwochen wählten die Schüler aller Länder zwei Romane aus einer von den Lehrern erstellten Liste der Jugendliteratur aus. Die Liste enthielt Romane von Autoren aus allen teilnehmenden Ländern und war nach Themen wie Fantasie und Freundschaft sortiert. Die Schüler nutzten auch eine Erasmus+-Ergebnisseite eTwinning, um ihre persönlichen Interessen auszutauschen und sich den Schülern aus anderen Ländern per E-Mail vorzustellen. Nachdem sie ihre ausgewählten Romane gelesen hatten, erledigten sie kreative Aufgaben, in denen sie das Thema und die Auswirkungen des Romans diskutierten. In den Austauschwochen arbeiteten die Studenten in internationalen Teams, die denselben Roman gelesen haben. Sie sprachen über die Figuren im Roman, die Handlung und die Themen auf Englisch. Dann bekamen sie die Aufgabe, ihren Roman zu bewerben, indem sie z. Szenen aus dem Roman aufführen, literarische Landschaften für eine Szene schaffen oder sich wie eine Figur verkleiden und eine Rede halten. Jedes internationale Team wurde gebeten, ein Abteil des „Story Train“ zu bauen, um seine eigene kreative Art der Werbung für den Roman zu wählen. Am Ende wurden alle Beiträge zum „Story Train“ auf einer Webseite zusammengefasst. Die Idee des Projekts war es, unser Endprodukt, den „Story Train“, anderen Schülern, Lehrern an den Schulen jedes teilnehmenden Landes, anderen Schulen und den örtlichen Bibliotheken vorzustellen. Wir wollten allen, die an diesem neuen Ansatz für Literatur interessiert sind, ermöglichen, ihn als Mittel zu nutzen, um die Schüler für die Romane zu interessieren, die im „Story Train“ beworben werden.

„Drop Everything and Read“ – Was tatsächlich geschah

Das Erasmus+-Projekt der Schuljahre 2018/2019 und 2019/2020 fanden unter dem Motto: „Drop Everything and Read“ statt. In beiden Schuljahren nahmen jeweils 26 Schülerinnen und Schüler der Erich-Fried Gesamtschule an der Vorbereitung und Ausführung des Projektes teil. Im Schuljahr 2018/2019 fand der Schüleraustausch mit unserer italienischen Partnerschule in Sassuolo statt. Wir bereiteten die beiden Austauschwochen in Form einer wöchentlichen AG vor, in der wir kreative Aufgaben zu unseren ausgewählten Büchern bearbeiteten, ganz getreu unserem Motto: „Drop Everything and Read“. In der ersten Austauschwoche in Wuppertal arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an so genannten Book-Trailern, die in etwa so aussehen sollten wie Kino-Trailer, um das Interesse an ihren Büchern zu wecken. Dies geschah in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek in Wuppertal Elberfeld, die uns ihre Räumlichkeiten und Gestaltungshilfen zum Drehen der Trailer bereitstellten und uns technisch unterstützten. In der zweiten Austauschwoche in Sassuolo erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Zugabteile für unseren Storytrain. Sie erstellten Homepages zu ihren Büchern, luden ihre bereits erstellten Book-Trailer auf ihre Homepage, erstellten so genannte Worditouts (s.u.) und kreierten Aufmacher, die zum Lesen animieren sollten. Aber wir haben in den Austauschwochen nicht nur am Storytrain gearbeitet, sondern wir haben Ausflüge nach Köln gemacht, dort den Dom erklommen und eine Stadtführung gemacht. Außerdem stand ein umfangreiches Sportprogramm während der Austauschwoche statt, unter anderem mit der Hilfe unserer Sporthelfer. In Sassuolo besuchten wir ebenfalls eine alte Bibliothek und erhielten eine spannende Führung und verbrachten einen leider regnerischen Mai-Tag an der Adria-Küste. Auch in Italien sollte ein umfangreiches Sportprogramm nicht fehlen. Die Schülerinnen und Schüler erlernten das Bogenschießen und spielten Boule.

Die Schüler unseres Projekts gingen in Klassen von Grundschulen und Kindergärten, um jüngeren Schülern und Kindern vorzulesen, um ihre Freude am Lesen zu wecken. Das Projekt ist auch ein wichtiger Bestandteil einer intensiveren Zusammenarbeit mit lokalen Bibliotheken.

An unseren Abschlussabenden in Wuppertal und Sassuolo stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse vor.

 

Leider konnte im zweiten Projektjahr aufgrund der Corona-Pandemie kein Austausch stattfinden ☹ Danke trotzdem an alle Schülerinnen und Schüler, dass sie so eine tolle Arbeit zu unserem Thema geleistet haben!

 

Hier ein paar Eindrücke aus unserem Projekt „Drop Everything and Read“ aus den Schuljahren 2018-2020.

Und ein Link zu einem Padlet-Board mit unserem Story Train und weiteren Projektergebnissen.
 

Welcome to our Erasmus + project

 

Do you like to speak English? Are you interested in learning about new cultures? Do you like travelling to foreign countries?

Das Erasmus + Projekt bietet die Chance,  gemeinsam an Projekten in internationalen europäischen Teams zu arbeiten und dadurch die Fremdsprachenkompetenz (Englisch) zu erweitern.  Die Schüler und Schülerinnen lernen eine andere europäische Kultur kennen und erleben diese bei ihrem Leben in einer Gastfamilie. Diese Erfahrung fördert in großem Maße das selbstständige und interkulturelle Lernen, und im Sinne eines Zusammenwachsens in Europa werden Toleranz und Solidarität schon bei jungen Schülern/innen des 7. Jahrgangs aufgebaut.

Unsere Schule arbeitet in der Sekundarstufe I  mit  den folgenden Schulen aus Europa zusammen: Instituto Comprensivo Sassuolo (Sassuolo/Italien), Gemini College (Ridderkerk, Holland) und Institutio La Vaguada (Zamora/Spanien).

Das Projekt ist an die Teilnahme an einer AG im 7.Schuljahr gebunden. Die teilnehmenden Schüler/innen stellen sich zunächst auf Twinspace, einer von der EU für Erasmusprojekte bereitgestellten Plattform, den Partnern aus den anderen Ländern vor und knüpfen erste Kontakte, indem sie über ihren Wohnort, die Schule und Hobbies erzählen. Im weiteren Verlauf wird dann der Austausch thematisch vorbereitet.

Aktuell arbeiten wir an einem Projekt zur Leseförderung und wollen als Produkt einen sog. „Story Train“ ins Leben rufen. Dazu lesen die Schüler in allen Ländern gemeinsam ausgesuchte Bücher, die in den Austauschwochen in internationalen Teams auf kreative Weise bearbeitet werden.

In den Austauschwochen hat jeder Schüler einen festen Partner, in dessen Familie er eine Woche lang wohnt, und der von seiner eigenen Familie aufgenommen wird. Diese Austauschwochen finden in der Regel im März und Mai statt.

In den Austauschwochen werden in Workshops und Exkursionen unterschiedliche Beiträge zum Projektthema erarbeitet, aber auch durch sportliche und kulturelle Aktivitäten Gemeinsamkeit geschaffen.

In der Sekundarstufe II arbeitet die Erich-Fried-Gesamtschule mit folgenden Schulen in Europa zusammen: Gemini College (Ridderkerk/Holland), Kauniaisten Lukio (Kauniainen/Finnland) und Liceo Scientifico A.F.Formiggini (Sassuolo/Italien).

Hier ist das Projekt an den Leistungskurs Englisch des 12. Jahrgangs angebunden. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält im Vorfeld der Austauschwochen einen Partner/in, so dass erste Kontakte schon früh initiiert werden und die Schüler sich kennenlernen können.

Die Projektarbeit orientiert sich an thematischen Oberthemen wie z.B. „Saving the environment/sustainability“ oder „multiculturalism“. Das aktuelle Projekt beschäftigt sich mit verschiedenen Lehr- und Lernmethoden und deren Effizienz („Different approaches to teaching activities“). In internationalen Gruppen erarbeiten die Schüler Unterrichtsstoff, der mal lehrerzentriert, mal in kooperativen Lernformen und mal in selbstständiger freier Form vermittelt bzw. erarbeitet wird. In anschließenden Tests wird die Effizienz der jeweiligen Lehrmethode überprüft und später in der Gesamtheit ausgewertet.

In den Austauschwochen werden immer verschiedene Aspekte des Oberthemas in Workshops, Debatten und Exkursionen vertieft, diskutiert und evaluiert.

Durch die Teilnahme am Erasmus+ Projekt entstehen Freundschaften über die Ländergrenzen hinaus, manch einer zieht ein Studium im Ausland in Betracht und alle Teilnehmer profitieren von einer wachsenden Selbstsicherheit im Umgang mit fremden Kulturen und Sprachen.